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Donnerstag 07.08.25
Was genau macht ein Hausmeisterservice? Aufgaben und Pflichten im Überblick
| Abendkasse k.A. |
Beschreibung
Was genau macht ein Hausmeisterservice? Aufgaben und Pflichten im Überblick
Wer an einen Hausmeister denkt, hat oft noch das klassische Bild im Kopf: Ein Mann im grauen Kittel mit einem riesigen Schlüsselbund, der Glühbirnen wechselt und Kinder ermahnt, nicht auf dem Rasen zu spielen. Doch dieses Bild ist längst überholt. Ein moderner Hausmeisterservice in Leipzig ( /db-propertymanagement.de) ist heute ein vielseitiger Dienstleister, der als Schnittstelle zwischen Eigentümern, Mietern und externen Handwerkern fungiert.
Für Immobilienbesitzer und Hausverwaltungen ist der Hausmeisterservice oft der wichtigste Partner, wenn es um den Werterhalt der Immobilie geht. Doch wo genau fangen die Aufgaben an und wo hören sie auf? In diesem Artikel geben wir einen detaillierten Überblick über das Leistungsspektrum, die Pflichten und den Mehrwert eines professionellen Hausmeisterservices.
Die Rolle des Hausmeisterservices: Mehr als nur „Fegen und Schrauben“
Ein professioneller Hausmeisterservice ist im Grunde der „Kümmerer“ für eine Immobilie. Er sorgt dafür, dass technisch alles funktioniert, das Objekt sauber bleibt und die Sicherheit gewährleistet ist.
Dabei lassen sich die Aufgabenbereiche grob in vier Hauptkategorien unterteilen:
1. Technische Betreuung & Instandhaltung
2. Reinigung & Pflege (Innen und Außen)
3. Gartenpflege & Winterdienst
4. Verwaltung & Kontrolle
Schauen wir uns diese Bereiche im Detail an.
1. Technische Betreuung: Die Augen und Ohren der Eigentümer
Eine der wichtigsten Aufgaben eines Hausmeisterservices ist die regelmäßige Kontrolle der Haustechnik. Schäden an Gebäuden entstehen oft schleichend. Ein tropfendes Rohr im Keller oder eine defekte Dachrinne können, wenn sie unentdeckt bleiben, enorme Kosten verursachen.
Zu den technischen Pflichten gehören:
• Überwachung der Heizungsanlage: Regelmäßige Kontrolle des
Wasserdrucks, Entlüften von Heizkörpern und Überprüfung der
Brennstoffvorräte (z. B. bei Ölheizungen).
• Beleuchtungskontrolle: Austausch defekter Leuchtmittel im Treppenhaus,
in Kellern, Tiefgaragen und der Außenbeleuchtung.
• Kleinreparaturen: Das Festziehen lockerer Türgriffe, Ölen von
Scharnieren oder das Austauschen von Namensschildern an
Klingelanlagen.
• Aufzugskontrolle: Sichtprüfung der Aufzugsanlagen und Verständigung
des Notdienstes bei Störungen (sofern keine Wartungsfirma zuständig
ist).
Der Hausmeisterservice führt in der Regel keine großen Installationen durch (das ist Aufgabe von Fachhandwerkern wie Elektrikern oder Klempnern), aber er erkennt den Bedarf, meldet ihn der Verwaltung und koordiniert oft den Zugang für die Handwerker.
2. Reinigung und Sauberkeit: Die Visitenkarte des Hauses
Der erste Eindruck zählt. Ein gepflegtes Treppenhaus und saubere Gemeinschaftsflächen steigern nicht nur das Wohlbefinden der Mieter, sondern sorgen auch für eine schnellere Neuvermietung bei Leerstand.
Der Hausmeisterservice übernimmt hierbei klassische Reinigungsarbeiten:
• Treppenhausreinigung: Fegen und Wischen der Flure, Treppen und
Eingangsbereiche.
• Fensterreinigung: Säubern von Glasflächen in den
Gemeinschaftsbereichen (z. B. Eingangstüren, Treppenhausfenster).
• Keller und Speicher: Regelmäßiges Fegen der Gemeinschaftskeller,
Waschküchen und Trockenräume.
• Müllmanagement: Ein oft unterschätzter Punkt. Der Hausmeisterservice
sorgt dafür, dass die Mülltonnen rechtzeitig zur Abholung bereitgestellt
und danach wieder zurückgestellt werden (Mülltonnendienst). Zudem
achten viele Dienste auf die korrekte Mülltrennung und reinigen die
Standplätze der Container.
3. Außenanlagen und die Verkehrssicherungspflicht
Die Pflege der Außenbereiche ist nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern auch der rechtlichen Sicherheit. Hier kommt der Begriff der Verkehrssicherungspflicht ins Spiel. Der Eigentümer muss dafür sorgen, dass von seinem Grundstück keine Gefahr ausgeht. Diese Pflicht wird im Vertrag oft auf den Hausmeisterservice übertragen.
Gartenpflege: Dazu gehören das Rasenmähen, Hecken schneiden, Unkraut entfernen und das Gießen der Pflanzen in Trockenperioden. Auch die Entsorgung von Grünschnitt fällt in diesen Bereich. Im Herbst ist die Beseitigung von Laub essenziell, um Rutschgefahren auf Gehwegen zu vermeiden.
Der Winterdienst: Dies ist eine der verantwortungsvollsten Aufgaben. In Deutschland müssen Gehwege und Zugänge werktags oft schon ab 7:00 Uhr morgens von Schnee und Eis befreit sein. Ein Hausmeisterservice übernimmt das Schneeräumen und Streuen gemäß der örtlichen Gemeindesatzung. Für Eigentümer bedeutet das eine enorme Entlastung, da sie das Haftungsrisiko bei Glatteisunfällen an den Dienstleister abgeben können (sofern dieser ordnungsgemäß arbeitet).
4. Verwaltungsaufgaben und Mieterkontakt
Ein moderner Hausmeisterservice ist oft auch das Bindeglied zwischen Mieter und Verwaltung. Er ist vor Ort präsent und ansprechbar.
Zu den administrativen Aufgaben zählen:
• Wohnungsübergaben und -abnahmen: Erstellung von
Übergabeprotokollen beim Ein- oder Auszug von Mietern.
• Zählerstände ablesen: Erfassung der Verbräuche von Wasser, Strom und
Gas für die Nebenkostenabrechnung.
• Einhaltung der Hausordnung: Der Hausmeister achtet darauf, dass
Fluchtwege nicht durch Fahrräder oder Schuhschränke blockiert sind und
dass Ruhezeiten eingehalten werden.
• Schlüsselverwaltung: Organisation von Schlüsseln für Technikräume oder
Leerstandswohnungen.
Abgrenzung: Was darf ein Hausmeisterservice NICHT?
Es ist wichtig zu wissen, dass ein Hausmeisterservice rechtlichen Beschränkungen unterliegt. Er darf keine Arbeiten ausführen, die in Deutschland dem Handwerksrecht unterliegen und einen Meistertitel erfordern (Eintragung in die Handwerksrolle).
Das bedeutet konkret:
• Er darf keine kompletten Elektroinstallationen verlegen (nur Leuchtmittel
tauschen).
• Er darf keine Arbeiten an gasführenden Leitungen vornehmen.
• Er darf keine tragenden Wände einreißen oder komplexe
Dachdeckerarbeiten durchführen.
Für solche Aufgaben muss der Hausmeisterservice zwingend Fachfirmen beauftragen oder empfehlen. Er agiert hier als Koordinator, nicht als Ausführender.
Warum lohnt sich ein externer Hausmeisterservice?
Viele Eigentümer, besonders von kleineren Mehrfamilienhäusern, überlegen oft, die Aufgaben selbst zu erledigen oder an einen Mieter zu übertragen ("nebenberufliche Hauswarte"). Doch ein professioneller Service bietet entscheidende Vorteile:
1. Urlaubs- und Krankheitsvertretung: Ein professioneller Dienstleister
garantiert, dass die Aufgaben auch dann erledigt werden, wenn der
eigentliche Mitarbeiter krank ist. Bei Privatpersonen fällt der Dienst dann
oft aus.
2. Steuerliche Vorteile: Die Kosten für einen Hausmeisterservice zählen zu
den „haushaltsnahen Dienstleistungen“. Eigentümer können diese Kosten
in der Regel steuerlich geltend machen bzw. auf die Mieter umlegen
(Betriebskostenverordnung), sofern dies im Mietvertrag vereinbart ist.
3. Professionelles Equipment: Ein Dienstleister bringt seine eigenen Geräte
mit – vom Aufsitzmäher bis zum Hochdruckreiniger. Der Eigentümer
muss diese teuren Geräte nicht selbst anschaffen und warten.
4. Werterhalt: Durch die regelmäßige Kontrolle werden Mängel sofort
erkannt. Das verhindert, dass aus kleinen Schäden teure Sanierungsfälle
werden.
Foto: pixabay
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